Schaumlanze richtig einstellen: Düse, Dosierung und Einwirkzeit
Jasper von Detailing1 |
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Was ist das Alu Monster? Ein säurefreies Felgenreiniger-Gel von NIGRIN, das Bremsstaub chemisch bindet und sich dabei sichtbar rot bis violett verfärbt. pH 5,3 bis 5,5, freigegeben für alle Felgentypen inklusive RDKS-Sensoren und Keramikversiegelung. Nicht geeignet für Teer, eingebrannte Fettkrusten oder warme Felgen direkt nach der Fahrt.
Der NIGRIN Felgenreiniger „Alu Monster“ ist ein säurefreies Reinigungsgel von NIGRIN, das mit Natriummercaptoacetat arbeitet, einem Thioglykolat. Der Wirkstoff greift die Eisenpartikel aus dem Bremsstaub an und schließt jedes Teilchen in einen wasserlöslichen Komplex ein, so wie eine Klammer, die sich um das Partikel legt und es vom Lack abhebt. Heißt für dich: was sich eben noch festgesetzt hatte, läuft beim Spülgang einfach mit ab.
Die Felgenoberfläche bleibt dabei unberührt, weil die Reaktion ausschließlich mit Eisen abläuft und nicht mit Klarlack, Pulverbeschichtung oder eloxiertem Aluminium. Genau das unterscheidet ein säurefreies Gel von den sauren Reinigern, die schneller arbeiten und auf Chrom oder poliertem Alu Ätzspuren hinterlassen können. Bei Felgen mit Diamantschliff bleibt jede Materialabtragung dauerhaft sichtbar und lässt sich nicht mehr wegpolieren.

Praxistipp von Detailing1: Aus unserer Praxis ist die warme Felge der teuerste Fehler. Nach zügiger Fahrt strahlen die Bremsscheiben so viel Wärme ab, dass das Rad 80 °C und mehr erreicht, und dann verdampft der Wasseranteil des Gels fast augenblicklich.
Zurück bleiben die Salze in hochkonzentrierter Form, und die ätzen sich in Sekunden in den Klarlack. Was du danach siehst, sind weiße Flecken und trübe Laufspuren, die sich nicht mehr abwaschen lassen.
Der Test dauert zwei Sekunden: Wenn du die Felge nicht bequem mit der flachen Hand anfassen kannst, ist sie zu warm. Dann wartest du, statt zu sprühen. Im Schatten abkühlen lassen kostet zehn Minuten, ein verätzter Klarlack kostet eine Felgenaufbereitung.
Auf die abgekühlte, trockene Felge sprühen, von unten nach oben arbeiten und pro Rad mit 10 bis 15 ml rechnen. Bei einer 19-Zoll-Felge mit vielen Speichen eher am oberen Ende.
Nicht vorher abspritzen. Wasser verdünnt das Gel, der Farbumschlag kommt dann ungleichmäßig und die Reaktion läuft nicht sauber durch. Nach ein bis zwei Minuten setzt die Verfärbung ein, die volle Einwirkzeit liegt bei drei bis fünf Minuten. Danach ist das Thioglykolat gesättigt und arbeitet nicht weiter.
Der eigentliche Trick liegt im Ablesen: Nicht die Uhr sagt dir, wann du spülen sollst, sondern die Farbe. Solange sich das Rot vertieft, läuft die Reaktion. Sobald sie stehen bleibt, ist Schluss.
Dann spülst du mit kräftigem Wasserstrahl von oben nach unten ab, bis kein roter Schleier mehr abläuft. Ein zweiter kurzer Durchgang bringt mehr als längeres Warten, weil frisches Gel auf der feuchten Felge sofort wieder reagiert, während gesättigtes nur noch antrocknet.
„Selbstaktiv“ heißt nicht berührungslos. Das Thioglykolat löst den metallischen Bremsstaub zuverlässig, auf der Felge sitzt aber zusätzlich ein Traffic Film, also der elektrostatisch anhaftende Straßenschmutz aus Ruß, Öl und Reifenabrieb.
Der bleibt beim reinen Aufsprühen als grauer Schleier zurück, den du erst beim Wischtest mit dem Finger bemerkst. Verteile das Gel deshalb während der Einwirkzeit sanft mit einer weichen Mikrofaser-Felgenbürste, nicht zum Schrubben, sondern um den Film zu brechen und das Gel bis ins Felgenbett zu bringen.

Auf normalem Bremsstaub von Straßenfahrzeugen ist das Alu Monster in seinem Kerngebiet. Der Farbumschlag verrät dir zusätzlich, welche Art von Schmutz überhaupt vorliegt.
Eisenpartikel reagieren rot bis violett. Organische Verschmutzung reagiert gar nicht. Wenn nach drei Minuten nichts passiert, hast du kein Eisenproblem, sondern ein Fettproblem, und dann ist das falsche Werkzeug in der Hand. Diese Diagnose liefert dir kein säurehaltiger Reiniger.
Die Grenzen sind klar benennbar. Teer und Bitumen bestehen aus langkettigen Kohlenwasserstoffen, an denen die wasserbasierte Chemie wirkungslos abperlt, dafür brauchst du einen Teerentferner auf Lösemittelbasis.
Bei jahrelang ungewaschenen Felgen liegt eine schmierige Kruste aus Achsfett und thermisch zersetztem Bremsbelag über dem eigentlichen Schmutz, und die milden Tenside kommen da nicht durch. Wenn regulärer Bremsstaub das Thema ist, greifst du zum Alu Monster. Wenn eine fettige Kruste den Zugang blockiert, geht ein alkalischer Felgenreiniger vor, der das Fett verseift.
Die ehrlichste Einschränkung betrifft poliertes, unversiegeltes Aluminium ohne Klarlack. Das Sicherheitsdatenblatt gibt alle Leichtmetallfelgen frei, und solange du zügig spülst, stimmt das auch.
Lässt du das Gel dort aber antrocknen, steigt die Konzentration im Rückstand so weit an, dass die Komplexbildner die Legierung selbst angreifen. Das Ergebnis sind milchige Laufspuren und ein mattierter Hochglanz, die sich nicht abwaschen lassen, sondern in stundenlanger Handarbeit auspoliert werden müssen. Auf Diamantschliff und keramikversiegelten Felgen ist das unkritisch, dort schützt die Klarlack- beziehungsweise Siloxanschicht.

Bei 40 bis 60 ml für vier Räder kommst du mit der 1-Liter-Flasche auf 16 bis 25 komplette Radsätze, also rund 0,75 € pro Fahrzeug und Durchgang.
Damit ist das Alu Monster für alle gedacht, die ihre Felgen alle ein bis drei Wochen pflegen und dabei nicht zwischen drei Reinigern für drei Felgentypen sortieren wollen. Im Zwei- oder Dreifahrzeug-Haushalt zahlt sich das doppelt aus, weil Winterstahl, Sommer-Alu und Diamantschliff denselben Reiniger vertragen und kein Vertauschungsrisiko besteht.
Weniger passend ist es, wenn du dein Auto ein- oder zweimal im Jahr gründlich machst und der Bremsstaub dann schon Monate Einbrennzeit hinter sich hat, denn dort kommt auch der zweite Durchgang an eine mechanische Grenze.
Die Gebindewahl folgt der Frequenz. Die 1-Liter-Sprühflasche kommt einsatzbereit mit montiertem Sprühkopf und ist der Einstieg für ein Fahrzeug. Der 5-Liter-Kanister ist die Nachfüllstation dafür und rechnet sich ab dem zweiten Auto, die 25 Liter sind für Aufbereiter und Fuhrparks gedacht. Passend dazu findest du weitere Felgenreiniger für die Fälle, die ein säurefreies Gel bewusst nicht abdeckt.
Ein Detail, das du auf keinem Etikett und in keinem Händler-Text findest, steht im Sicherheitsdatenblatt unter Abschnitt 10: Kontakt mit starken Alkalien ist zu vermeiden. Praktisch heißt das, wer erst alkalisch vorwäscht und den NIGRIN Felgenreiniger dann auf die noch laugefeuchte Felge sprüht, verbrennt einen Teil des Wirkstoffs an der Restlauge, statt ihn auf den Bremsstaub anzusetzen.
Der Farbumschlag fällt schwächer aus und du hältst das Produkt für schlechter, als es ist. Zwischenspülen kostet dreißig Sekunden und ist der Unterschied zwischen halber und voller Wirkung. Wer im April dran ist, wenn die Sommerräder montiert werden und das Suchinteresse nach Felgenreinigern seinen Jahreshöchststand erreicht, macht diesen Schritt am besten gleich zur Gewohnheit.

Noch unsicher? Lass dir NIGRIN "Alu Monster" Felgenreiniger erklären:
Das Alu Monster ist ein säurefreies Felgenreiniger-Gel mit dem Wirkstoff Natriummercaptoacetat, einem Thioglykolat. Es bindet Eisenpartikel aus dem Bremsstaub in wasserlösliche Komplexe und verfärbt sich dabei rot bis violett. Der pH-Wert liegt bei 5,3 bis 5,5, also hautneutral und nicht chemisch neutral.
Drei bis fünf Minuten. Die Verfärbung setzt nach ein bis zwei Minuten ein. Spüle ab, sobald sich das Rot nicht mehr vertieft, denn dann ist der Wirkstoff gesättigt und arbeitet nicht weiter. Längeres Warten bringt nichts, ein zweiter kurzer Durchgang dagegen schon.
Immer auf die trockene und abgekühlte Felge. Wasser verdünnt das Gel um 30 bis 50 Prozent, der Farbumschlag kommt dann ungleichmäßig und die Reaktion läuft nicht vollständig durch. Vorher abspritzen ist der häufigste Grund für ein enttäuschendes Ergebnis.
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung nicht. Die Reaktion läuft ausschließlich mit Eisen ab, nicht mit Klarlack, Pulverbeschichtung oder eloxiertem Aluminium. RDKS-Sensoren, Bremssättel und Keramikversiegelungen sind freigegeben. Die Einschränkung gilt für poliertes Aluminium ohne Klarlack, dort darf das Gel nicht antrocknen.
Beim Verdunsten steigt die Konzentration der Salze stark an. Auf warmen Felgen ätzt der Rückstand binnen Sekunden weiße Flecken in den Klarlack, auf unversiegeltem Alu entstehen milchige Laufspuren. Beides lässt sich nicht abwaschen, sondern nur auspolieren. Deshalb nie in praller Sonne arbeiten.
Rechne mit 10 bis 15 ml pro Rad, also 40 bis 60 ml für einen kompletten Radsatz. Ein Liter reicht damit für 16 bis 25 Fahrzeuge. Für den Nachfüllbedarf gibt es den 5-Liter-Kanister, für Aufbereiter und Fuhrparks die 25 Liter. Weitere Felgenreiniger findest du in der Kategorie.
Das Fahrzeug im Schatten abkühlen lassen. Prüfe mit der flachen Hand: Lässt sich die Felge bequem anfassen, kannst du arbeiten. Ist sie heiß, verdampft der Wasseranteil des Gels sofort und die zurückbleibenden Salze ätzen in den Klarlack.
Das Gel unverdünnt auf die trockene Felge sprühen, von unten nach oben, damit Ablaufspuren nicht vorzeitig antrocknen. Rechne mit 10 bis 15 ml pro Rad, bei 19 Zoll und vielen Speichen eher am oberen Ende. Nicht vorher abspritzen, Wasser verdünnt das Gel um 30 bis 50 Prozent.
Nach ein bis zwei Minuten setzt der Farbumschlag ein, die volle Einwirkzeit liegt bei drei bis fünf Minuten. Verteile das Gel in dieser Zeit sanft mit einer Mikrofaser-Felgenbürste, damit es bis ins Felgenbett kommt und der anhaftende Straßenschmutz mitgeht.
Abspülen, sobald sich das Rot nicht mehr vertieft: mit kräftigem Wasserstrahl oder Hochdruckreiniger von oben nach unten, bis kein roter Schleier mehr abläuft. Bei starker Verschmutzung ist ein zweiter kurzer Durchgang wirksamer als eine verlängerte Einwirkzeit.
Hinweise: Das Alu Monster löst Bremsstaub und Flugrost, aber weder Teer noch Bitumen, dafür brauchst du einen Teerentferner auf Lösemittelbasis. Bei einer eingebrannten Fettkruste geht ein alkalischer Felgenreiniger vor. Wichtig dabei: Das Sicherheitsdatenblatt schließt den Kontakt mit starken Alkalien aus, nach einer alkalischen Vorwäsche also gründlich zwischenspülen, sonst verpufft ein Teil der Wirkung an der Restlauge. Auf poliertem Aluminium ohne Klarlack niemals antrocknen lassen. Nicht in praller Sonne oder über 25 °C Umgebungstemperatur arbeiten. Frostfrei zwischen 5 und 30 °C lagern.
Hinweise für NIGRIN "Alu Monster" Felgenreiniger
Privatkundenkonform
Das hier als „Privatkundenkonform“ gekennzeichnete Produkt ist nach deutscher Gesetzgebung privatkundenkonform verpackt, deklariert, angemeldet und zertifiziert. Beachte bitte die Gefahren- und Sicherheitshinweise.
Achtung
Gesundheitsschädlich
| Gesundheitsschädlich bei Verschlucken. | H302 |
| Kann allergische Hautreaktionen verursachen. | H317 |
| Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. | P101 |
| Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. | P102 |
| Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden. | P261 |
| Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. | P280 |
| BEI VERSCHLUCKEN: Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM/Arzt anrufen. | P301+P312 |
| BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser waschen. | P302+P352 |
| Bei Hautreizung oder -ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. | P333+P313 |
| Inhalt/Behälter einer zugelassenen Entsorgungseinrichtung zuführen. | P501 |
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