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Leder-Grundierung von COLOURLOCK

(2 products)
Die Leder-Grundierung von COLOURLOCK sitzt in der Färbe-Strecke zwischen Entfetten und Farbe: COLOURLOCK "Leather Primer" verzahnt sich als Haftvermittler mit der Deckschicht und gibt der Lederfarbe Halt, COLOURLOCK "Blocker" legt als Sperrschicht einen Isolationsfilm über Untergründe, aus denen Jeansabrieb, Nikotin oder alte Reparaturen nach oben wandern. Für pigmentiertes Glattleder, im kleinen Gebinde und als 1000 ml / 1 Liter.

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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Leather Primer" adhesion promoter for leather base and colour

    Adhesion promoter for leather repairs, the perfect base for paint

    In stock (3× 1000 ml / 1 liter)
    Pre-order (250ml)
    From 16,65€ 17,88€
    Inhalt: 250mlUnit price (66,60€ / l)
    View details
  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Blocker" barrier coat against bleed-through discolouration

    Barrier coating against discoloration on leather

    Pre-order (1000 ml / 1 liter · 100ml)
    From 36,78€ 39,13€
    Inhalt: 100mlUnit price (367,80€ / l)
    View details
  • Lederfarbe hält länger mit der Leder-Grundierung von COLOURLOCK

    Was ist die Leder-Grundierung von COLOURLOCK? Der Arbeitsschritt zwischen Entfetten und Farbe: COLOURLOCK "Leather Primer" verzahnt sich mit der Deckschicht und gibt der Lederfarbe Halt, COLOURLOCK "Blocker" legt einen Isolationsfilm über Untergründe, aus denen Verfärbungen nach oben wandern. Beides gehört auf pigmentiertes Glattleder.


    Leder-Grundierung von COLOURLOCK ist die Vorstufe des Farbaufbaus und stellt her, was Reinigen und Entfetten allein nicht leisten: eine Oberfläche, auf der Lederfarbe dauerhaft haftet und aus der nichts von unten durchschlägt. COLOURLOCK "Leather Primer" arbeitet als Haftvermittler, COLOURLOCK "Blocker" als Sperrschicht gegen wandernde Farbstoffe. Hinter der Marke steht der Lederspezialist, der seit 1995 als Lederzentrum Sattler und Aufbereiter beliefert und heute zu Koch-Chemie gehört.

    • Ohne Grundierung entscheidet der Zufall über die Standzeit. Gealtertes Leder hat keine gleichmäßige Oberfläche mehr: Sitzwange, Einstiegskante und Lenkradkranz sind glattgescheuert, die Rückenlehne daneben ist es nicht. Der Haftvermittler zieht diese Unterschiede auf ein Niveau, bevor die erste Farbschicht kommt. Das trennt eine Färbung, die Jahre hält, von einer, die nach einem Sommer an der Sitzwange aufreißt.
    • Verfärbungen kommen zurück, wenn sie niemand absperrt. Jeansabrieb, Nikotinfilm und Reste alter Reparaturen sitzen tiefer, als die Reinigung reicht. COLOURLOCK "Blocker" schließt sie unter einem transparenten Isolationsfilm ein, statt sie durch die frische Farbe nach oben wandern zu lassen. Merkst du daran: Helles Leder bleibt hell, auch Monate nach dem Färben.
    • Dünn auftragen, wenige Minuten warten, weiterarbeiten. Beide Grundierungen brauchen keinen satten Auftrag, sondern einen gleichmäßigen. Die Fläche ist bereit, sobald sie matt und trocken ist — das dauert Minuten, nicht Stunden. Für den einzelnen Sitz reichen die kleinen Gebinde, für die komplette Garnitur gibt es beide Produkte als 1000 ml / 1 Liter.

    Praxistipp von Detailing1: Der häufigste Fehler beim Grundieren ist der zu dicke Auftrag. In der Beratung hören wir regelmäßig von Sitzen, an denen die frische Farbe nach wenigen Wochen als Film abplatzt — und fast immer wurde entweder das Entfetten übersprungen oder die Grundierung satt aufgetragen, damit sie „besser greift". Beides endet gleich: Zwischen Leder und Farbe liegt eine weiche Zwischenschicht, die jede Sitzbewegung mitmacht und irgendwann reißt. Trage die Grundierung so dünn auf, dass die Fläche nur leicht feucht wirkt, lass sie vollständig matt abtrocknen und arbeite lieber ein zweites Mal dünn nach als einmal satt.


    Grundieren ist der Schritt zwischen Entfetten und Farbe

    Zwischen der entfetteten Lederoberfläche und der ersten Farbschicht liegt ein Arbeitsschritt, den die meisten Färbeversuche auslassen — und an dem sie später scheitern.

    Die Färbe-Strecke im Aufbereitungsbetrieb ist eine feste Kette: reinigen, entfetten, grundieren, offene Stellen füllen, färben, mit Top Coat abschließen und den Griff über Additive einstellen. Jedes Glied setzt voraus, dass das vorherige sauber gearbeitet wurde. Die Grundierung sitzt genau an der Stelle, an der aus einem gereinigten Untergrund ein farbfähiger wird.

    Leder macht diesen Schritt nötig, weil es sich bewegt. Es dehnt sich beim Einsteigen, zieht sich beim Abkühlen zusammen und arbeitet über Jahre in jede Richtung. Eine Farbschicht, die nur obenauf liegt, muss diese Bewegung mitmachen — und tut das nur, wenn sie mit dem Untergrund verbunden ist statt auf ihm zu liegen. Genau diese Verbindung stellt die Grundierung her.

    Dahinter stehen Bindemittel: Polymere, die mit einem Ende an der obersten Leder- oder Polyurethan-Deckschicht andocken und mit dem anderen die spätere Farbschicht festhalten. Stell es dir wie eine Klettverbindung zwischen zwei Materialien vor, die von sich aus nicht aneinander haften würden. Praktisch heißt das: Die Farbe blättert nicht mehr flächig ab, sie altert mit dem Leder.

    Entfetten allein reicht dafür nicht. Der Entfetter nimmt weg, was stört — Pflegerückstände, Hautfett, Silikonfilme. Er baut nichts auf. Nach dem Entfetten ist die Oberfläche sauber und trotzdem so unterschiedlich glatt wie vorher: dort, wo jahrelang eine Hose darüber gerutscht ist, spiegelnd verdichtet, daneben noch offen genarbt. Farbfähig wird sie erst durch die Grundierung, die beide Zustände auf denselben Nenner bringt.

    Haftvermittler und Sperrschicht lösen verschiedene Probleme

    Die Grundierung von COLOURLOCK deckt zwei Aufgaben ab, die im Werkstattalltag selten zusammenfallen: Haftung herstellen und Verfärbungen absperren.

    Der Haftvermittler COLOURLOCK "Leather Primer" ist der Standardfall. Er kommt auf jedes pigmentierte Glattleder, das nachgefärbt oder umgefärbt werden soll, und schafft aus einer ungleich gealterten Oberfläche eine gleichmäßig aufnahmebereite. Besonders gefragt ist er auf glänzenden, dicht versiegelten Ledern und überall dort, wo jahrelang silikonhaltig gepflegt wurde — dort rutscht wasserbasierte Lederfarbe ohne Vorbereitung schlicht ab.

    Die Sperrschicht COLOURLOCK "Blocker" löst ein anderes Problem: Farbstoffe, die aus dem Untergrund nach oben wandern. Das betrifft Leder nach starker Reinigung oder Entfärbung, nach dem Entfernen von Jeansabrieb, bei Nikotinverfärbungen und bei alten Reparaturen, deren Pigmente noch in der Fläche stecken. Der Blocker legt einen transparenten Isolationsfilm darüber und bleibt trotzdem offen genug, dass die Farbe darauf haftet.

    Was beide nicht sind, grenzt sie zusätzlich ab: kein Reiniger, kein Füllstoff, kein Finish. Die Grundierung ersetzt weder den Schritt davor noch den danach. Sie deckt nichts ab, sie gleicht nichts aus und sie schützt die fertige Fläche nicht — das übernimmt der Top Coat. Wer sie als Allzweckmittel einsetzt, verschiebt das Problem nur eine Schicht nach oben.

    Beide Produkte gibt es in einem kleinen Gebinde für das einzelne Panel und als 1000 ml / 1 Liter für den Betrieb, der eine Garnitur in einem Durchgang durcharbeitet. Wer eine Sitzwange nachfärbt, kommt mit der kleinen Flasche über mehrere Projekte; wer Sitze, Türtafeln und Armlehnen zusammen macht, rechnet anders.

    Haftvermittler zieht an, Sperrschicht hält zurück

    Die Entscheidung zwischen beiden fällt nicht am Produkt, sondern an der Frage, was dein Untergrund gerade macht — nicht haften oder durchschlagen.

    Wenn die Farbe nicht hält, ist der Haftvermittler die Antwort. Typisches Bild: Das Leder ist sauber, entfettet und trotzdem so glatt oder so versiegelt, dass die Farbe beim Tupfen Perlen bildet statt eine geschlossene Fläche. Wenn dagegen ein dunkler Schatten immer wieder durch die frische, helle Farbe kommt, hilft keine bessere Haftung — dann muss die Quelle abgesperrt werden.

    In unserer Praxis kommen beide Fälle oft im selben Fahrzeug vor: helle Sitze mit Jeansabrieb an der Sitzfläche und ein glattgescheuerter, glänzender Fahrersitz daneben. Dann läuft die Reihenfolge Blocker zuerst, Primer darauf, jeweils vollständig matt abgetrocknet. Die Sperrschicht gehört nach unten, weil sie das Problem einschließen soll; der Haftvermittler gehört nach oben, weil die Farbe auf ihm sitzt.

    Der Grund für diese Reihenfolge ist Migration: Gelöste Farbstoffe und Ölreste wandern in einer weichen Schicht langsam nach oben, bis sie an der Oberfläche sichtbar werden. Der Isolationsfilm unterbricht diesen Weg. Im Alltag heißt das: Ein Sitz, der nach der ersten Färbung wieder fleckig wurde, wird beim zweiten Anlauf nicht durch mehr Farbe gerettet, sondern durch die Schicht darunter.

    Ob die Vorbereitung sitzt, prüfst du an einer verdeckten Stelle, bevor die Sitzfläche drankommt. Trag Grundierung und eine dünne Farbschicht auf ein Stück Seitenwange unter der Sitzkante auf, lass beides vollständig durchtrocknen und zieh dann ein Stück Klebeband über die Fläche wieder ab. Bleibt Farbe am Band, war der Untergrund nicht bereit. Diese fünf Minuten sparen dir im Zweifel einen kompletten Sitz.

    Dünn auftragen, matt abtrocknen, dann erst die Farbe

    Grundierung ist der schnellste Schritt der ganzen Kette und der, bei dem die meiste Zeit gespart wird — an der falschen Stelle.

    Der Auftrag läuft mit Schwämmchen, Tuch oder Sprühtechnik, immer in überlappenden Bahnen und immer so sparsam, dass kein Material in Nähten und Perforationen stehen bleibt. Ein feiner, geschlossener Film genügt. Zu viel Produkt macht die Haftung schlechter statt besser, weil die Schicht dann in sich weich bleibt und die Farbe darüber keinen festen Grund findet.

    Danach zählt nur ein Kriterium: Die Fläche muss trocken und matt sein, bevor Farbe darauf kommt. Bei Zimmertemperatur sind das wenige Minuten, in einer kühlen Garage im November deutlich mehr. Glänzt die Fläche noch, ist sie nicht durch — dann bindet die Farbschicht in eine feuchte Grundierung ein und die ganze Fläche bleibt weich. Bei schwierigen Untergründen ist ein zweiter dünner Durchgang sinnvoller als ein dickerer erster.

    Zwei Stellen brauchen dabei besondere Aufmerksamkeit: Nähte und Perforationen. In der Naht sammelt sich Material, das dort nie richtig durchtrocknet und später als harter Grat auffällt; in der Perforation setzt es die Löcher zu und nimmt dem Sitz die Belüftung. Arbeite an solchen Stellen mit wenig Produkt und nimm Überschuss direkt mit der Schwammkante wieder auf, statt ihn stehen zu lassen.

    Rechne beim ersten Mal damit, dass die Vorbereitung länger dauert als das Färben selbst. Reinigen, entfetten und grundieren nehmen an einem Sitz gut die Hälfte der Gesamtzeit ein, das Färben geht danach zügig. Das fühlt sich beim ersten Projekt unfair an und gehört zum Ablauf — die Kette entscheidet unten, nicht oben.

    Bei uns scheitert Färben öfter am Untergrund als an der Farbe

    Die Fälle, die uns erreichen, haben selten ein Farbproblem. Sie haben ein Untergrundproblem, das die Farbe nur sichtbar gemacht hat.

    Die klare Grenze zuerst: Grundierungen dieser Kategorie sind für pigmentiertes Glattleder gemacht. Offenporiges Anilinleder, Nubuk und Velours bekommen sie nicht — dort verschließt der Film die offene Oberfläche und zerstört genau das Finish, das diese Leder ausmacht. Für harte Kunststoffträger, Zierleisten und Verkleidungen gibt es die eigene Kunststoff-Grundierung; auf Leder gehört sie nicht und umgekehrt genauso wenig.

    Sprödes, ausgetrocknetes Leder ist der zweite Fall, in dem Grundieren zu früh kommt. Wer auf eine harte, brüchige Fläche grundiert und färbt, konserviert die Sprödigkeit — die Farbe reißt dort mit, wo das Leder reißt. Solche Sitze gehören zuerst zum Rückfetter, bis die Fasern wieder beweglich sind. Offene Risse und Fehlstellen sind ebenfalls kein Grundierungsthema, sondern eine Aufgabe für Füllstoff und Reparaturmasse.

    Kunstleder und die Kunstleder-Leder-Kombinationen moderner Sitze sind der dritte Sonderfall. Optisch sind sie kaum vom pigmentierten Glattleder zu unterscheiden, im Aufbau sind sie eine andere Welt: eine Polyurethan-Schicht auf Textilträger, die anders arbeitet und anders altert. Hier entscheidet ein Test an verdeckter Stelle, ob der Aufbau trägt — und ehrlich gesagt ist bei stark gealtertem, bereits brüchigem Kunstleder der Bezugstausch oft der bessere Weg als die Färbung.

    Zwei Grenzen setzt schließlich die Werkstattrealität. Airbag-Nähte am Sitz sind Sicherheitsbauteile mit definierter Reißfestigkeit; alles, was die Naht versteift oder verklebt, gehört zum Sattler und nicht in eine Heimreparatur. Und der Farbton-Treffer bleibt Handarbeit: Werksfarben streuen über Baujahre und Ausstattungen, ein Muster am Bauteil schlägt jede Farbcode-Tabelle. Wer eine sichtbare Fläche färbt, mischt und prüft an einer verdeckten Stelle, bevor die Sitzfläche drankommt.

    Welche Grundierung dein Leder-Projekt braucht

    Der schnellste Weg zur Antwort führt über zwei Fragen: Hält die Farbe nicht — oder kommt etwas durch sie hindurch?

    Hält sie nicht, ist COLOURLOCK "Leather Primer" der Standardweg. Das gilt für glattgescheuerte Sitzwangen, glänzende Lenkradkränze und jedes Leder, das jahrelang mit Pflegeprodukten behandelt wurde. Kommt etwas durch — dunkle Schatten auf hellem Leder, Ränder alter Reparaturen, Nikotinfilm — dann steht COLOURLOCK "Blocker" davor. Bei hellen Ledern mit bekannter Durchschlagsgeschichte gehören beide in derselben Reihenfolge in den Aufbau.

    Das Gebinde folgt dem Projekt, nicht dem Vorrat. Für eine einzelne Sitzwange, einen Lenkradkranz oder eine Armlehne reicht die kleine Flasche über mehrere Einsätze, weil pro Fläche nur wenige Milliliter draufgehen. Wer eine komplette Garnitur oder mehrere Fahrzeuge in Folge durcharbeitet, greift zu 1000 ml / 1 Liter — schon deshalb, weil ein angebrochenes Gebinde mitten im Aufbau auszugehen die unangenehmste Variante ist.

    Wer zum ersten Mal färbt, muss sich die Kette nicht einzeln zusammensuchen: Die Komplett-Färbe-Sets bringen Reinigung, Vorbereitung, Farbe und Finish in einem abgestimmten Aufbau mit. Alle weiteren Vorstufen des Farbaufbaus findest du eine Ebene höher: Zurück zu Grundierung & Haftvermittler von COLOURLOCK.

    Und der Satz, der die ganze Kategorie trägt: Eine Grundierung kostet dich zehn Minuten und ein paar Milliliter, ihr Fehlen kostet dich die komplette Färbung. Von allen Schritten der Färbe-Strecke ist sie der unsichtbarste — und der einzige, den du nachträglich nicht mehr reparieren kannst, ohne alles darüber wieder abzunehmen.

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